• König Rechtsanwälte

Vorsorge in Zeiten von Corona

Durch Nachrichten und Schlagzeilen über die COVID-19 Pandemie ist das Thema Erkrankung und Tod täglich präsent. Jüngere und ältere Mitmenschen fragen sich in diesem Zusammenhang, ob die eigene Vorsorge ausreichend geregelt ist und welche Maßnahmen im Notfall greifen.

Vorsorgevollmacht

Die Erkrankung mit COVID-19 zeigt uns, dass jeder schnell in die Situation geraten kann, handlungsunfähig zu werden und seine eigenen Angelegenheiten nicht mehr selbst regeln zu können. Für diesen Notfall sollte eine Vorsorgevollmacht errichtet werden. Sie können im Rahmen einer Vorsorgevollmacht eine Vertrauensperson bevollmächtigten, im Notfall Ihre Vertretung in finanziellen und persönlichen Angelegenheiten zu übernehmen.

Patientenverfügung

In Zeiten von Corona ist auch die Verfassung einer Patientenverfügung wichtig. Die Folgen einer COVID-19 Erkrankung können eine künstliche Beatmung, Sedierung und künstliche Ernährung sein. Eine Patientenverfügung regelt, in welchen Situationen Sie eine künstliche Beatmung etc. wünschen und wann sie weitere medizinische Behandlungen ablehnen.

Der Bundesgerichtshof hat 2016 entschieden, dass eine Patientenverfügung den Willen des Patienten konkret wiedergeben muss. Die vor der Corona Krise errichteten Patientenverfügungen greifen selbstverständlich nach dem Wortlaut keine COVID-19 Erkrankung auf. Um den behandelnden Ärzten und den Angehörigen eine Entscheidung zu erleichtern, sollte eine vorhandene Patientenverfügung ergänzt oder erstmalig eine Patientenverfügung unter Berücksichtigung der neuartigen Erkrankung verfasst werden.

Dann kann ganz konkret angeordnet werden, ob ein Verzicht auf intensivmedizinische Behandlung im Falle einer COVID-19 Erkrankung gewünscht ist oder nicht.

Testament

Die Pandemie führt uns vor Augen, dass unser Leben vergänglich ist. Insofern sollten jüngere und ältere Mitmenschen eine Regelung über die Vermögensnachfolge treffen.

Wenn kein Testament verfasst wurde, greift im Todesfall die gesetzliche Erbfolge. Dies führt oftmals zu Ergebnissen, die der Verstorbene selbst überhaupt nicht bedacht und schon gar nicht gewünscht hatte. Im Rahmen eines Testamentes kann, abgestimmt auf die jeweilige Vermögens- und Familienverhältnisse, eine Vermögensnachfolge nach eigenen Wünschen angeordnet werden. Streit unter den Miterben wird durch ein Testament vermieden, die Absicherung des Ehegatten oder einzelner Kinder kann ein Testament bewirken, sogar Erbschaftssteuer wird durch eine geplante Vermögensnachfolge vermieden.

Bei der Errichtung von Vorsorgevollmachten/Patientenverfügungen und der Gestaltung eines Testamentes stehen Ihnen unsere beiden Fachanwälte für Erbrecht, Rechtsanwalt Michaela Porten-Biwer und Rechtsanwalt Gregor Lambertz gerne zur Seite.

Aktuelle Beiträge

Alle ansehen

Kurzarbeit und geplante Neuregelungen

Die COVID 19 - Pandemie und die daraus resultierenden wirtschaftlichen Folgen haben vielen Arbeitgebern keine andere Möglichkeit gelassen als Kurzarbeit zu beantragen. Kurzarbeit nennt man die vorüber